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Tuesday, May 15, 2012
Sunday, May 13, 2012
Saturday, May 12, 2012
Tuesday, May 8, 2012
Grandmaster Paul

Genauso hatten sie es sich vorgestellt. Die Los Angeles Clippers, als sie im Dezember jenen spektakulären und viel beachteten Trade mit den New Orleans Hornets einfädelten, der ihnen Chris Paul in den Schoss legte. Legendäre Abende im Mai, ausverkaufte Ränge in Rot, die ganz grosse Playoff-Bühne, inklusive „Money Shots” und grossen Siegen für die Ewigkeit. Und alles dank eines Mannes, der mit seinem transzendenten Spiel nicht nur die peinlichste Franchise der NBA-Geschichte transformiert, sondern nebenbei die NBA-Geschichtsbücher neu schreibt.
Der All-Star Point Guard war auch gestern wieder der kleine, aber feine Unterschied zwischen Sieg und Niederlage, zwischen dem dunklen Fluch der Vergangenheit und glanzvollen Taten im Hier und Jetzt. Paul erzielte acht seiner insgesamt 27 Punkte in der Verlängerung und führte seine Farben zum potentiell vorentscheidenden 101-97 Sieg gegen die Memphis Grizzlies. Los Angeles führt in der Best of Seven Serie nun mit 3-1 und kann bereits am Mittwoch den Einzug ins Conference Halbfinale klar machen. Es wäre erst der zweite Serienerfolg in den Playoffs überhaupt, seitdem die Franchise 1978 nach Kalifornien umsiedelte.
„Die Vergangenheit interessiert mich nicht“, sagt Chris Paul immer zu seiner Situation in L.A., wo er sich seit dem allerersten Tag pudelwohl fühlt. „Ohne arrogant zu klingen, aber ich glaube an mich. Und ich kann nur nach dem gehen, was passiert ist, seitdem ich hier bin. Hier herrschte vom allerersten Tag an eine familiäre Atmosphäre. Ich liebe es hier.“ Die Clippers, sie lieben es auch. Seitdem Paul freiwillig seinem Trade zum einst verschmähten Club zustimmte, wo früher kein Profi freiwillig hin wechseln wollte, hat sich das Schicksal für sie vollkommen gewendet. Erst kam Chauncey Billups, den Paul am Telefon überredete. Der wiederum überzeugte Kenyon Martin, den besten Verteidiger im Team. Auch Reboundspezialist Reggie Evans kam aus freien Stücken. Und so füllte sich der Playoff-Kader eines Teams, das die beste Saison der Franchise-Geschichte spielte (.606 Siegesquote) und nun drauf und dran ist, unter den besten vier Mannschaften im Westen zu landen. Zusammen mit San Antonio, Oklahoma City und den...
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Monday, May 7, 2012
Heute vor...10 Jahren: Practice?
Kaum zu glauben, dass diese legendäre und schon längst zum Kultobjekt mutierte Kanonade von Allen Iverson schon wieder zehn Jahre her ist. Aber hier sind wir jetzt, Mai 2012, und dieses ikonische Stück Zeitgeschichte wirkt in einer Liga, die an Sterilität und krampfhaften Marketingkampagnen kaum noch zu überbieten ist, so frisch und ehrlich wie eh und je. Absoluter NBA-Klassiker und möglicherweise die beste Pressekonferenz aller Zeiten. "What are we talking about here...?"
Playoff-Donuts, 7. Mai

• Grüne Zeitmaschine: Boston liebäugelte mit einem vorentscheidenden Heimsieg und der 3-1 Serienführung vor dem Duell mit den Hawks, die ausgleichen mussten, um ernshaft im Geschäft zu bleiben. Damit sich die Serie nicht unnötig in die Länge zieht, hatten die Celtics und ihre durchschnittlich 85 Jahre alten Leistungsträger einen einfachen Plan: vom ersten Sprungball an das Geschehen im TD Garden an sich reissen und den Gästen das eigene Spiel diktieren. Die grünen Colts rauchten gleich zu Beginn wie Red Auerbach Zigarren, Boston traf aus allen Lagen. Paul Pierce erzielte 24 Punkte in brutal effizienten 18 Minuten und beschloss dann, dass ihm der Fahrradergonometer am Seitenrand mehr abverlangen würde als die Hawks. PP34 schwang sich zu Beginn des Dritten auf's Velo, um sein lädiertes Knie zu rehabilitieren, während die Kobolde einem nie gefährdeten 101-79 entgegen cruisten. Boston traf 51% seiner Feldwürfe, 11 Dreier und kam dabei nicht einmal ins Schwitzen. Rajon Rondo spielte noch einen Ticken besser als bei seinem Triple Double in Partie drei und stellte neben seinen 20 Punkten und 16 Assists auch noch eine neue persönliche Bestmarke in erfolgreichen Dreiern auf: zwei.
• Red Hawk Down: Eigentlich hatten die Hawks vor der Partie genügend Grund zum Optimismus. Nicht nur, dass man mit einem Sieg den Heimvorteil zurück hätte erobern können. Josh Smith, immerhin der wichtigste Mann bei den Falken, war wieder in der Lineup. Die Hawks erzielten in den ersten drei Partien plus 12.6 Punkte, wenn Smith auf dem Platz stand. Ohne ihn waren es minus 17.3. Ein gigantischer Unterschied. Noch besser: Al Horford gab sein Comeback und stand, mehr als drei Monate nach seiner schweren Brust-/Schulterverletzung, wieder auf dem Parkett. Der All-Star Forward lieferte mit 12 Punkten und 5 Rebounds eine beeindruckende erste Partie ab. Das alles half den Hawks aber überhaupt nichts, weil sie kollektiv nie für dieses Spiel bereit waren. Joe Johnson (9 Punkte, 3 Assists) blieb zum dritten Mal blass und spielte schlechter als Erick Dampier, während ATL zur Pause bereits mit 64-41 im Hintertreffen lag. 120 Millionen, Playoff-Leistungen, Verantwortung, ich will nicht schon wieder damit anfangen...
• Karriereende?: Zarte Gemüter sollten das Video am Besten überspringen. Die Art, wie Baron Davis Kniescheibe beim Fast Break aus seiner Halterung springt und das gesamte Bein weg knickt, gepaart mit der ersten Diagnose direkt im Anschluss (Kniescheiben-Luxation) und dem fortgeschrittenen Alter/mangelnden Fitnesszustand von Boom Dizzle lassen befürchten, dass es das gewesen sein könnte für Davis und seine NBA-Karriere. Schnelle Genesung, BD!
• Off the Schneid: Endlich, endlich! Die New York Knicks gewinnen einen Krimi im Madison Square Garden und zum ersten Mal seit 2001 wieder ein Playoff-Spiel. Carmelo Anthony (41 Punkte) war der entscheidende Mann auf dem Feld und zeigte ein etwas diversifiziertes Spiel als in den bisherigen Partien. Anstatt permanent zu isolieren und lange Sprungwürfe zu nehmen, vermischte er das bekannte Melo-Iso mit Post-Ups, Cuts zum Korb und einem so ansehnlichen wie erfolgreichen Two Man Game mit Amare Stoudemire, der sich mit einem 20/10 Double Double trotz unbrauchbarer linker Hand für seine dumme Aktion nach Spiel zwei rehabilitierte. Anthony ist damit erst der dritte Knicks-Spieler überhaupt, der in einem Elimination Game 40 oder mehr Punkte erzielt (Patrick Ewing, Bernard King). Die völlig dezimierten Knicks und der MSG liessen sich von Davis' schwerer Verletzung emotional mitreissen und zu einem immens wichtigen Sieg gegen die übermächtigen Miami Heat tragen - wenn nicht für den Ausgang der Serie, dann zumindest für's eigene Selbstbewusstsein und die Identität in der kommenden Saison.
• Das war...: seltsam. Immer wenn man denkt, Miami hat es endlich geschnallt, passieren Dinge wie gestern Abend. Die Heat hätten sich der Gastgeber entledigen müssen, erst Recht, als denen auf Point Guard die Optionen ausgingen und Tyson Chandler Foulprobleme bekam. Statt dessen gestatteten die hohen Favoriten ein zweistelliges Knicks-Comeback und verblüfften dann auch noch mit einem völlig missglückten letzten Angriff, als Dwyane Wade mehrere Optionen nicht nutzen konnte und sich zu einem Verzweiflungsdreier abdrängen liess. Hätte LeBron James den Ball bekommen müssen? Diese Frage müssen die Heat intern klären. Und wenn sie schon dabei sind, auch noch folgende gleich mit: warum versuchte es Erik Spoelstra den ganzen Abend lang mit einem völlig überforderten Shane Battier auf Anthony, anstatt LeBron auf den Topscorer anzusetzen? Wie gesagt: seltsam.
• Bibby der Held: Mein Kumpel Rob vom grossartigen NYKnicksjournal hatte es irgendwann zu Beginn des letzten Spielabschnitts in den Äther gezwitschert: "Bibby wird zum Helden - ihr werdet sehen!" und behielt natürlich Recht. Der ex-Heat Spieler revanchierte sich bei Dwyane Wade (der mit dem Schuh-Wurf) und seinen alten Kollegen mit dem grössten Wurf der Partie, einem Corner Three Ball zum 84-81 weniger als 90 Sekunden vor Schluss.

• Lin Comeback?: "Linsanity" ist schon ewig her, und man hatte Jeremy Lin für diese Saison eigentlich schon abgehakt. Nach der nächsten verheerenden Verletzung im Knicks-Backcourt bleibt Mike Bibby aber der einzige verbliebene Aufbauspieler im Team und zwingt den Club am Hudson so zum Handeln. New York wird Lin, der seit dem 24. März aufgrund eines Haarrisses im Meniskus nicht mehr gespielt aber in den letzten Tagen sein Trainingspensum intensiviert hat, am heutigen Montag genauestens unter die Lupe nehmen und seinen Status für die Partie am Dienstag Abend reevaluieren. Ob er spielen kann - und wie sehr er den Knicks dann helfen könnte - bleibt Gegenstand wildester Spekulationen.
• Team der brüderlichen Liebe: Als Derrick Rose in Spiel eins zu Boden ging, witterte Philadelphia seine Chance. In Spiel zwei tankte die junge Truppe von Head Coach Doug Collins, vor Wochen noch selbst von teaminternen Unruhen und langen Niederlagenserien durchschüttelt, gehöriges Selbstvertrauen. Und legte gleich nach, gewann auch Spiel drei, in dem sich dann auch noch Joakim Noah schwer verletzte. Es ist nicht Philly's Schuld, dass die Bulls ohne ihren beiden besten Spieler jeglichen Biss verloren haben und in der Offensive nicht mehr wissen, wo ihnen die Hörner stehen. Jrue Holiday, Spencer Hawes und der Rest der 76ers tun einfach nur das, was Nötig ist, um den schwer angeschlagenen roten Bullen zu erlegen. Treffen ihre offenen Würfe, schützen den eigenen Ballbesitz (weniger als 8 Turnover pro Spiel in den letzten drei) und zwingen die Bulls mit exzellenter Defensive in langsame fünf gegen fünf Sets, wo denen eindeutig die Optionen ausgegangen sind. Das schweist die Sixers zusammen, und stärkt ganz nebenbei auch wieder die Bande zu Head Coach Doug Collins, den die Mannschaft zwischenzeitlich verrufen hatte.
• Bank is beautiful: Zumindest war sie das in Spiel vier zwischen Los Angeles und Denver, das die Lakers knapp mit 92-88 für sich entschieden. Andrew Bynum blieb über 35 Minuten fokussiert und erzielte 19 Punkte und 7 Rebounds. Pau Gasol zeigte sein gefürchtetes All-Around Spiel mit 13/9 und 6 Assists. Kobe Bryant war Topscorer der Partie mit 22. Aber es waren die Rollenspieler, die LA zu einem möglicherweise vorentscheidenden Sieg und der 3-1 Führung ballerten. Ramon Sessions erzielte 12, Jordan Hill machte ein bärenstarkes Spiel und griff sich ein Double Double (12 Punkte, 11 Rebounds), während der oft gescholtene Steve Blake mit acht seiner zehn Punkten (zwei Dreier) im Schlussviertel zum Matchwinner avancierte. Sollten die Reservisten solche Leistungen konservieren und im Laufe der Playoffs konstant abrufen können, steigen die Meisterschaftschancen der Lakers ins Unermessliche. LA kann nun am Dienstag im heimischen Staples Center alles klar machen und sich für das hoch antizipierte Conference Halbfinale gegen Oklahoma City in die Teilnehmerliste eintragen.
• Und noch einmal...: weil's so gut war...'The Blake Face'. Heute Abend steigt die mit Spannung erwartete vierte Partie in der besten Serie weit und breit, Memphis vs. LA Clippers. Wer macht das Spiel?
Sunday, May 6, 2012
Goldene Klumpen?

Die Playoff-Serie zwischen den Denver Nuggets und den favorisierten LA Lakers hat sich seit dem überzeugenden Sieg des Serienmeisters in Spiel eins langsam, aber sicher gewandelt. In Los Angeles dominierte erst Andrew Bynum mit einem Triple Double der seltenen Art (10 Blocks) und führte seine Farben so zum deutlichen 103-88 Auftaktsieg, ehe in Partie zwei Kobe Bryant mit 38 Zählern den Gästen die Grenzen aufzeigte. LA gewann auch Spiel zwei.
Denver hatte aber schon da, am vergangenen Dienstag, die Nervosität abgelegt und den Lakers eine hart umkämpfte, knappe Partie abgetrotzt (104-100). Die Nuggets hatten sich angepasst nach den Schmetterlingen im Bauch ob der ersten Playoff-Minuten für viele junge Akteure im Team. Das neu gewonnene Selbstvertrauen, es hob das kollektive Niveau der Klumpen in Spiel drei auf ein völlig anderes Produktivitätslevel. Angeführt von Ty Lawson (25 Punkte, 7 Assists), der von Beginn an sein Speedy Gonzalez Tempospiel durchzog und ein ums andere Mal auf den Turboboost drückte, gingen die Nuggets schnell in Führung. Lawson legte den Grundstein für einen unfassbaren 28-2 Lauf mit seinen flinken Drives zum Korb. Es war prototypischer Nuggets Basketball, hochoktanig, immer am Tempolimit. Die Lakers kamen nicht hinterher.
Erst als Andrew Bynum nach der Pause aus seiner Anfangslethargie erwachte ("Ich hatte den Start komplett verpennt"), begann die Spielgeschwindigkeit drastisch zu sinken, begannen die Lakers, sich in die Partie zurück zu punkten. Bynum traf fünf seiner acht Wurfversuche im dritten Spielabschnitt und brachte Lila-Gold bis auf 70-65 heran. Erstaunlicherweise hörten die Gäste danach schlagartig auf, ihre erfolgreiche Strategie (Ball nach innen) weiter zu implementieren und verliessen sich fortan lieben auf lange Sprungwürfe - eine Taktik, die den laufwütigen Nuggets perfekt in die Karten spielte.
Das junge, überathletische Big Man Tandem der Nuggets, Javale McGee und Rookie Kenneth Faried, machte seine beste Partie bisher und veränderte dank seines unermüdlichen Einsatzes unter den Brettern die Komplexität des Spiels, just als es für Denver eng wurde. Die beiden erzielten zusammen 28 Punkte und krallten sich 30 Rebounds - davon zwölf offensiv - womit sie Bynum und Gasol nicht nur in den Schatten stellten. Ihre Kontrolle am defensiven Brett war auch ausschlaggebend dafür, dass Denver im Schlussviertel wieder ins Laufen kam und den Lakers so in der Höhenluft von Colorado schlicht und ergreifend die Luft abschnürte. "Wir müssen härter arbeiten als sie, wir müssen viel mehr laufen als sie", hat Rookie Faried schon in seinem ersten Jahr begriffen, wie Denver seine athletischen Vorteile zu seinen Gunsten nutzen kann.
Los Angeles wird in Spiel vier am heutigen Sonntag sicherlich früh und häufig versuchen, Bynum und Gasol im Low Post zu etablieren und seine offensichtlichen körperlichen Vorteile konsequenter auszunutzen. Das Malochen innen am Brett hat für die Kalifornier zwei entscheidende Vorteile: leichtere Punkte in der Zone. Und weniger lange Rebounds für Denver, wie sie bei Sprungwürfen oft passieren und damit ideale Transition-Möglichkeiten für das beste Fastbreak Team der Liga eröffnen. Gelingt das den Lakers, steigen die Chancen auf einen potentiell vorentscheidenden Auswärtssieg gewaltig. Man würde mit einer 3-1 Führung zurück nach Los Angeles reisen, wo man am Dienstag die Serie im heimischen Staples Center beenden könnte.
Die Nuggets sind aber in dieser Verfassung alles andere als ein leichter Gegner für LA, erst recht nicht im heimischen Pepsi Center. Zieht man nämlich noch das bisher eher enttäuschende Spiel von Danilo Gallinari in Betracht (nur 15 PPG bei 35% FG), der sicherlich auch noch seinen Coming Out Abend erleben wird, sowie die Tatsache, dass die Nuggets Spiel drei trotz einer Team-Trefferquote von unter 40% ganz souverän 99-84 nach Hause schaukelten, wird schnell klar, warum eine eng umkämpfte Serie über sieben Spiele keinen überraschen sollte.
Saturday, May 5, 2012
Ryan Anderson, Best Improved Player?

Ryan Anderson wurde gestern als 'Most Improved Player' der National Basketball Association ausgezeichnet. Der 23-Jährige beendete die Saison 2011/12 mit neuen persönlichen Bestwerten in allen relevanten Kategorien und legte im Schnitt 16.1 Punkte, 7.7 Rebounds und 2.7 Dreier pro Partie auf. Er ist damit schon der fünfte Spieler der Magic-Teamhistorie, dem diese Ehre zuteil wird (Scott Skiles, Darrell Armstrong, Tracy McGrady, Hedo Turkoglu sind die anderen) und teilt nun eine weitere Gemeinsamkeit mit seinem verlorenen Zwillingsbruder, Kevin Love.
Der Scharfschütze in Diensten der Orlando Magic nutzte den Trade von Brandon Bass zu Saisonbeginn und spielte sich als neuer Starter auf der Vier schnell in die Gunst der Fans. Anderson startete 61 Partien und wurde zum zweitbesten Scorer und Rebounder im Team hinter Dwight Howard. Damit zahlte er das Vertrauen des Magic-Managements zurück, das ihn 2009 nach einem vielversprechenden Rookie-Jahr aus New Jersey geholt hatte, um Howard mit Schützen zu umsäumen. Andersons angepasstes PER stieg auf über 20, was vor allem an seiner Reboundstärke und Wurfsicherheit von jenseits der Dreierlinie liegt. Kein anderer NBA-Spieler ballerte häufiger von draussen (422 Versuche), keiner traf häufiger (166 Dreier). Insgesamt netzte Anderson in elf Partien 5 oder mehr Dreier ein. Der Scoring-Schnitt des 23-Jährigen stieg von 10.6 im letzten Jahr auf 16.1 pro Spiel, das Rebounding von 5.5 auf 7.7, und machte ihn mit einem Schlag zu einem der gefürchtetsten Stretch Vierer der Liga. Obwohl nicht der schnellste oder kräftigste, ist der gebürtige Kalifornier ein Paradebeispiel dafür, dass es grosse, gute Schützen mit einem schnellen Abzug und dem nötigen Kampfgeist heutzutage in der NBA weit bringen können.
Allerdings, und da sind wir schon bei der Krux mit dem MIP-Award: Anderson war mitnichten der am meisten verbesserte Spieler der Saison. 'Most Improved' trifft weniger zu als 'Best Improved Player'. Würde diese Auszeichnung an den besten Akteur vergeben, der einen signifikanten Statistik- oder Leistungssprung gemacht hat, Anderson wäre die logische Wahl. So aber muss man die fehlende Objektivität und mangelnde Transparenz der Wähler zumindest thematisieren, vielleicht mehr noch als bei der Wahl zum Defensive Player of the Year, deren Ausgang (Chandler vor Howard) immer noch grosse Auswirkungen auf den durchaus emotionalen Diskurs innerhalb der Community hat.
Wer Anderson's statistisches Wachstum in erster Linie als unmittelbares Produkt seiner massiv gestiegenen Spielzeit sieht, dem muss damit vollkommen Recht gegeben werden. Der Forward avancierte zum Starter und spielte fast zehn Minuten länger, als noch vor einem Jahr (32.2 versus 22.3 MPG). Dabei stiegen seine Effizienz und relative Punktausbeute nur marginal (plus 1.33 PER, plus 0.8 PPG auf 36 Minuten umgerechnet), seine Trefferquote aus der Distanz blieb gleich (39%), seine Rebounding-Werte (minus 0.4 auf 36 MPG) und TS% fielen sogar ab.
Diese Faktoren waren alle mit ein Grund, weshalb Anderson in meiner Award-Kolumne nur Rang vier belegte, hinter Nikola Pekovic, Jeremy Lin und Ersan Ilyasova. Lin hatte den gefühlt grössen Impact, als er sich aus dem Nichts und dem letzten Platz auf der Ersatzbank ins internationale Rampenlicht spielte und die Saison der Knicks wiederbelebte. Pekovic verdoppelte nicht nur seine Effizienz (von PER 11.2 auf 21.4), sondern drittelte auch noch seine Foulrate und akkumulierte so nahezu doppelt soviel Spielzeit wie noch vor einem Jahr, was ihn zu einem der effektivsten Center der Liga werden liess. Ilyasova, der in 60 von 66 Partien auflief, verbesserte seine Effizienz um 6.2 Punkte und addierte sogar 3.3 Punkte und 2.8 Rebounds zu seinen relativen PER36Min. Zahlen hinzu - angepasste Werte und so ein viel besseres Indiz für seine individuelle Verbesserung in diesem Jahr.
All diese Zahlen und Fakten wollen keinesfalls Anderson's Leistung in diesem Jahr schmälern. Er verdiente sich die zusätzlichen Minuten und produzierte, wurde im Magic-Angriff zur zweitbesten Option hinter Howard, und half dabei, Orlando trotz aller Turbulenzen in die Playoffs zu führen. Sie sollen nur einmal mehr verdeutlichen, dass die Terminologie und die Art, wie die Awards in der NBA heutzutage vergeben werden (Stichwort: Transparenz), nicht mehr zeitgemäss sind und einer dringenden Überarbeitung bedürfen.
Die Stimmen im Einzelnen (Gesamtpunktzahl der Wähler in Klammern)
Ryan Anderson, Orlando (260)
Ersan Ilyasova, Milwaukee (159)
Nikola Pekovic, Minnesota (104)
Greg Monroe, Detroit (96)
Andrew Bynum, Los Angeles Lakers (96)
Playoff-Donuts, 6. Mai

• Dallas frisst 'nen Besen: Oklahoma City 4. Dallas 0. Der amtierende Champ, nach allen Regeln der Kunst weg gefegt. Und so endet sie dann also, die Repeat-Saison der Dallas Mavericks, sang und klanglos und mit einem dieser elenden Selbstmord-Momente. Das ist der Preis, den das Team von Mark Cuban für dessen Knausrigkeit im denkbar ungünstigsten Moment zahlen musste. Mit billigen Profis über ihrem Zenit (Carter, West, Odom) in eine Titelverteidigung zu starten, war noch nie eine gute Idee. Anstatt Spieler wie Tyson Chandler, JJ Barea und Caron Butler zu halten, wollte der exzentrische Besitzer lieber Geld sparen, um in diesem Sommer in die Vollen zu gehen und nachzuladen. Ein törichter Plan angesichts des sich anbahnenden Free Agent Marktes (Howard ist noch in Orlando, Williams bleibt wohl in Brooklyn), der nicht nur Dallas' Zukunft, sondern auch noch die aktuelle Saison sabotierte. Die scharfe Klinge für den Mavericks-Selbstmord...sie wurde von Cuban höchstpersönlich parat gelegt.
• Fear the Beard: Overrated? James Harden, intelligentester und komplettester Basketballspieler der Oklahoma City Thunder, lacht euch in euer unbärtiges Gesicht. Der 6th Man of the Year zeigte einmal mehr, warum er von 29 anderen Teams begehrt wird und schickte Dallas in die verfrühte Sommerpause. Harden erzielte 15 seiner 29 Punkte im letzten Spielabschnitt und brachte OKC mit einem 15-2 Lauf fast im Alleingang zurück in die Partie, bevor er den Mavericks auch noch den Todesstoss verpasste, knapp 10 Sekunden vor Schluss. Der 22-Jährige zog zum Korb, dunkte, traf von aussen, setzte seine "Rollenspieler" Durant und Westbrook in Szene und lief als Spielmacher immer und immer wieder den selben Pick & Roll, gegen den Dallas kein Mittel fand. Der Bart war der mit Abstand beste Mann auf dem Feld. OKC war Dallas in allen Belangen überlegen.

• Letzter Vorhang?: Jason Kidd hatte vor Tagen schon verlauten lassen, dass er nur im Fall eines üppigen Angebots weitermachen und seine Karriere fortsetzen würde. Man darf gerne spekulieren, welches Team dem 39-Jährigen freiwillig mehr als das Veteranen Minimum überweist. Falls es das gewesen sein sollte für den originalen Mister Triple Double der Neuzeit, dann ging er stilvoll von der Bühne. 16 Punkte, sieben Rebounds, acht Assists, vier Dreier.
• Aufgeben? Niemals: Orlando hatte beim Stand von 82-63 knapp acht Minuten vor Schluss die Partie eigentlich schon verloren. David West hatte gerade einen Jumpshot getroffen und schickte die Magic mit hängenden Köpfen Richtung Timeout. Granger erhöhte danach, aber Stan van Gundy zeigte einmal mehr, wieso er nach wie vor zu den besten Coaches der Liga gehört. Er motivierte seine Spieler in der Auszeit, ersetzte den einmal mehr enttäuschenden Ryan Anderson mit Hedo Turkoglu und entzündete so einen 14-0 Magic-Run, der später zu einem 26-7 ausgebaut wurde. Orlando kämpfte aufopferungsvoll und rettete sich so in die Verlängerung. Glen Davis (24 Punkte, 11 Rebounds) wühlte in knapp 5 Zentimetern Spielhöhe und war einmal mehr stärkster Magic, konnte die 101-99 Niederlage nach Verlängerung aber auch nicht verhindern.
• Unverdient: war der Sieg der Pacers, die so zwar 3-1 in Führung gehen und am Dienstag in eigener Halle alles klar machen können, aber sich mit einer wenig inspirierenden Leistung wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerten. Nur 46% aus dem Feld, 16 Ballverluste und eine Reihe schlechter Entscheidungen im eigenen Spiel gestatteten den Gastgebern einen plus 19 Punkte Umschwung im letzten Viertel, als die Pacers ihre Grössenvorteile eigentlich hätten konsequenter ausspielen müssen, anstatt bei jeder Gelegenheit von draussen auf den Korb zu ballern (nur 6-21 Dreier). Diese Serie wird Anfang nächster Woche enden. Gegen Miami muss Indiana aber mindestens drei Klassen besser spielen, wenn es nicht das gleiche Schicksal ereilen soll wie New York.
• Tuff Juice: Ich dachte, ich lese, höre und sehe nicht richtig vor der Partie der Los Angeles Clippers gegen die Memphis Grizzlies. Hatte sich Caron Butler nicht von ein paar Tagen die Hand gebrochen und war dementsprechend vier bis sechs Wochen ausser Gefecht? Und doch stand er mit seiner schwarzen Bandage da, am Mittelkreis, unmittelbar vor Tipoff, und spielte insgesamt 22 Minuten für Los Angeles, das zum ersten Mal seit 2006 wieder ein Playoff-Spiel in eigener Halle ausrichten durfte. Butler erzielte zwar nur 4 Punkte, spielte aber fantastische Defense gegen Rudy Gay (nur 5-13 FG) und half so entscheidend dabei mit, dass LAC mit 2-1 in Führung ging.
• CP3: Chris Paul war einmal mehr der entscheidende Mann und dominierte im Halfcourt-Set mit 24 Punkten und 11 Assists. Er kreierte für sich und seine Teamkollegen und war in der Crunch Time mal wieder zur Stelle, als er zunächst selbst punktete und später noch via no-Look Pass einen Blake Griffin Dunk vorbereitete. Paul war an sechs der letzten sieben Clippers-Punkte direkt beteiligt und beflügelte so den nächsten beeindruckenden Run der Schiffchen - oder die Implosion der Grizzlies, je nach Blickwinkel. Memphis verfehlte in Person von Rudy Gay den letzten, entscheidenden Sprungwurf mit der Schlusssirene und liegt nun 2-1 zurück. Die nächste Partie steigt am Montag, wieder in LA.
• Le petit francais: Tony Parker war gegen Utah brillant und führte seine San Antonio Spurs zur vorentscheidenden 3-0 Führung. Kein Team hat es jemals geschafft, aus einem solchen Loch wieder zurück zu klettern und eine Best of 7 Serie noch zu drehen. Parker erzielte 16 seiner 27 Zähler im letzen Spielabschnitt und hielt sein Team so auf der Siegerstrasse. San Antonio kontrollierte das Spieltempo, traf die notwendige Anzahl von Dreiern und hatte heute in Danny Green den "Joker des Tages". Utah verfehlte 12 seiner 26 Freiwürfe - letzten Endes war das auch die Differenz zur Siegpunktzahl. Es droht der Spurs-Sweep!
7 Up

Die Anzahl der ernst zu nehmenden Titelaspiranten war selten so hoch wie in diesem Jahr. Gleich vier Teams dürfen zum engsten Favoritenkreis gezählt werden, drei weitere machen sich berechtigte Hoffnungen auf ein Upset in den Playoffs und vielleicht auf einen ähnlichen Überraschungs-Run wie die Detroit Pistons 2004. Wenn alles zusammen passt, ist alles möglich - erst recht in einer solch verrückten Saison wie dieser. NBCHF Gastblogger Onur Alagöz nimmt sieben Titelanwärter unter die Lupe und schiesst ohne Linearität und Zusammenhang sieben Gedankensalven in die Runde. 7 Up.
• Wieso redet immer noch keiner von den Spurs als Titelaspirant? Ginobili ist in einen Jungbrunnen gefallen, Coach Pop ist ein absoluter Fuchs an der Seitenlinie und Parker zieht sein übliches Ding auf (bisher 23 PPG). Den Luxus, Duncan als zweitbesten Spieler zu haben, hat nahezu kein anderes Team der Liga in dieser Form. Die Ersatzbank ist potent ohne Ende (87 Punkte bisher in den ersten beiden Partien), die Spurs können alles und alles gut. Der Angstgegner heißt natürlich Memphis, aber in der jetzigen Verfassung kann den Sporen nur ein motiviertes Lakersteam, sowie die Jungtruppe aus Oklahoma gefährlich werden, sofern Letztere fokussiert bleiben.
• Wie schwer der Ausfall von Rose wiegt? So schwer, dass Chicago nahezu keine Chance hat, den Heat im Osten gefährlich zu werden. Gegen die Sixers werden die Bulls sicherlich bestehen, keine Frage, aber danach? Boston wird in der zweiten Runde eine harte Nuss, an der sich das Team von Coach Thibodeau durchaus die Zähne ausbeißen kann. Rose‘ Verletzung kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, die Diskussionen um Thibodeaus Einsatz seiner Stars am Ende von Partien halte ich aber dennoch für schwachsinnig. In diesem Fall ist das ganze einfach nur totales Pech, gemixt mit einer gewissen Anfälligkeit für Verletzungen in dieser Saison seitens Rose. Den Titel können sich die Bulls so oder so wohl abschminken. Den go to guy können weder Deng, noch Boozer mimen.
• Die beeindruckendste Performance in den Playoffs bisher? MVP James. Sein Wert wird sich erst im Ostfinale, sowie möglicherweise in den Finals taxieren lassen, aber was der gute Mann abliefert ist schon von einem anderen Stern. Beeindruckender als seine Statistiken (ca. 28-6-6 bei über 50%FG) ist der Extragang, den er zeigt. Sowohl in der Defense, wo er vier Positionen unmenschlich gut verteidigt, sowie in der Offensive, wo jeder Angriff durch ihn läuft, stellt LeBron Basketball vom Allerfeinsten zur Schau. Wie bereits einige Male erwähnt, bleibt das Duell Melo-LeBron weit hinter den Erwartungen zurück, LeBron dominiert in jeder Hinsicht. Mit ihm als primärem Verteidiger trifft Anthony gerade einmal mickrige 34,4% aus dem Feld und nur 11% von der Dreierlinie. Miami hat bereits die Besen rausgeholt, wird sich aber vielleicht im MSG noch ein Spiel abluchsen lassen. Ansonsten sind die Heat in ihrer aktuellen Form nahezu unschlagbar.
• Außer von den Thunder natürlich, die uns zeigen, warum sie DAS Team der NBA sind. Beachtlicher als die 3-0 Führung, die man aktuell gegen den amtierenden Champ innehat, ist die Tatsache, dass Durant und Westbrook noch nicht mal ihren besten Basketball zeigen. Allerdings prophezeie ich auch hier keinen Sweep, möglicherweise schafft es Dallas sogar noch die zwei ausstehenden Heimspiele zu gewinnen, aber da noch nie ein Team aus dem gefürchteten 3-0-Loch klettern konnte: Keine Titelverteidigung für Dallas.
• Schadet diese Tatsache Nowitzkis Ruf? Der Titel hat einiges gut gemacht für den langen Deutschen, die Jahre der desaströsen Niederlagen sind scheinbar vergessen. Um’s aber kurz zu machen: Nowe macht sich nicht ins Hemd. Sicher, ein Ring mehr hätte nicht schaden können, aber mit Chandler haben die Mavericks die Seele des Teams verloren, die Mannschaft ist ein Jahr älter, unmotiviert und nicht fit. War eigentlich klar, dass an Repeat nicht zu denken ist.
• Und zu guter Letzt, die Teams aus Los Angeles. Die Clippers zeigten in einem furiosen und historischen Comeback in Spiel eins, dass der Hype mitunter sogar berechtigt ist. Chris Paul zementiert immer und immer und immer und immer wieder seine Stellung als bester Aufbauspieler der Liga. Die Art und Weise, wie er das Team um sich herum besser aussehen lässt, ist unerreicht. Da die Grizzlies aber ein ausbalanciertes und hungriges Team sind, ist vermutlich in sechs bis sieben Spielen auch hier der Spaß vorbei und die Jungs dürfen, ein wenig später als für die Clips üblich, in den Sommerurlaub.
• Die Lakers nicht. Kobe Bryant brennt wieder, will seinen sechsten Ring und das mit allen Mitteln. Aktuell führt er die Scoringliste mit 30,3 Punkten im Schnitt an, verteidigt wieder, zeigt sein unendliches Arsenal an Moves und bildet ein hervorragendes Trio mit Bynum und Gasol. Die beiden Big Men der Lakers demonstrieren ebenfalls, wieso die Mannschaft von Mike Brown immer noch ein Anwärter auf die Larry-O’Brien-Trophy sind. Gasol lebt seinen inneren Point Guard in atemberaubender Manier aus (5,3 Assists), verteidigt und komplementiert Bynum in jeder Hinsicht. Der junge Center zeigte nicht nur mit seinem Triple Double in Spiel eins, dass er zurecht All-Star ist, sondern wütet in der Zone wie ein Hurricane der Stufe fünf. 18-11 und 5 (!) Blocks bisher im Schnitt – na, das kann ja noch was werden.
Friday, May 4, 2012
Tyson Chandler, Verteidiger des Jahres

Dwight Howard's Dominanz als amtierender "bester Verteidiger der NBA" ist vorerst vorüber. Tyson Chandler gewann gestern den Defensive Player of the Year Award, als erster New York Knickerbocker der NBA-Geschichte. Er verwies Serge Ibaka, Dwight Howard und LeBron James auf die Plätze und offenbarte einmal mehr, dass es der Association mittlerweile um mehr geht als nüchterne Statistiken auf dem Box Score Bogen. Es geht um die Story hinter dem Award.
Der 2,16m Hüne war der Hauptgrund für New Yorks historischen Umschwung in dieser Saison und dafür, dass man die Knicks wieder mit beinharter Defense assoziiert. Im vergangenen Jahr rangierte das Team bei der defensiven Effizienz noch auf Platz 22. In diesem Jahr war es ein fantastischer fünfter Platz. Ich schrieb Anfang April: "...Seine Antizipation, seine Wahrnehmung und seine Fähigkeiten als Defensivkoordinator haben ihn in den letzten Jahren zu einem der dominantesten Verteidiger der Liga gemacht, dem erstmals ernste Chancen auf den “Defensive Player of the Year” Award eingeräumt werden. Für mich ist er in dieser Saison der unumstrittene DPOY, noch vor Dwight Howard, LeBron James, Serge Ibaka oder Kevin Garnett, dank seines statistischen Impacts auf die Standings und indirekt auf die Psyche einer ganzen Metropolregion."
Diejenigen, die nun laut aufschreien und sich echauffieren über die Wahl Chandlers, verstehen nach wie vor nicht, was die Auszeichnung eigentlich honoriert. Es geht nicht um den besten Shotblocker oder den dominantesten Rebounder. Es geht auch nicht um den "besten Verteidiger" per se und für alle Zeiten. Es geht um den wertvollsten Defensivspieler der abgelaufenen Saison. Und da gibt es an Chandler überhaupt nichts zu rütteln. Ibaka blockte mehr Würfe. Howard pflückte mehr Rebounds. Und James sorgte, wenn er Lust hatte, mit glanzvoller one through five Defense für Uuhs, Aahs und schöne Highlights. Aber kein anderer Spieler agierte von Dezember bis April auf einem derart hohen Level, veränderte eine ganze Teamkultur mit seinem unermüdlichen Einsatz und beeinflusste ein Spiel am hinteren Ende auf so viele Arten und Weisen. Es gehört schon mehr dazu, eine der besten Defensiven der Liga Abend für Abend zu koordinieren und zu lenken, als nur spektakulär zu blocken oder seine Gegner am gestählten Latissimus Dorsi abprallen zu lassen.
Chandler war überwältigt von der Auszeichnung und der Art, wie sie zustande kam: "Es ist eine unglaubliche Ehre, diesen Preis zu gewinnen. Als ich nach New York kam, konzentrierte ich mich besonders darauf, meine Verteidigung zu verbessern. Es stimmt nämlich, was man sagt: Offense wins games, Defense wins Championships. Harte Arbeit und zähe Plackerei repräsentieren diese Stadt, New York. Ich wollte dieses 90er Flair mitbringen, die physische Härte und den Stil der Pat Riley Ära. Ich habe den ganzen Sommer über daran gearbeitet, kräftiger und schneller zu werden und meine Technik zu verbessern, um eine weitere Meisterschaft zu gewinnen und zum beste Verteidiger der Liga zu werden. Dass ich, vor diesem Hintergrund, den Award überreicht bekomme, ist etwas ganz Besonderes für mich."
Die Stimmen im Einzelnen (Gesamtpunktzahl der Wähler in Klammern)
Tyson Chandler, New York Knicks (311)
Serge Ibaka, Oklahoma City Thunder (294)
Dwight Howard, Orlando Magic (186)
LeBron James, Miami Heat (112)
Kevin Garnett, Boston Celtics (44)
Tony Allen, Memphis Grizzlies (36)
Andre Iguodala, Philadelphia 76ers (33)
Shawn Marion, Dallas Mavericks (17)
Luol Deng, Chicago Bulls (16)
Josh Smith, Atlanta Hawks (9)
Joakim Noah, Chicago Bulls (6)
Marc Gasol, Memphis Grizzlies (5)
Chris Paul, L.A. Clippers (5)
Avery Bradley, Boston Celtics (2)
Mike Conley, Memphis Grizzlies (2)
Grant Hill, Phoenix Suns (2)
Iman Shumpert, New York Knick (2)
Greg Monroe, Detroit Pistons (1)
Dwyane Wade, Miami Heat (1)
Russell Westbrook, Oklahoma City Thunder (1)
Heat close strong to push Knicks to brink
James on Thursday scored eight straight points to start the fourth and Miami's first 11 points of the period as the Heat pulled away from the injury-depleted Knicks.
The Heat, seeded second in the Eastern Conference behind the Chicago Bulls, will try to complete the sweep of the best-of-seven series on Sunday at Madison Square Garden.
No team in NBA history has overcome a 3-0 deficit to win a best-of-seven series.
New York, their backs against the wall, led by four points at half-time, but were outscored 51-30 in the second half.
Dwyane Wade added 20 points and Mario Chalmers chipped in 19 on 5-of-8 shooting from three-point range for Miami.
Chris Bosh, who returned to Florida from New York on Wednesday to be with his wife as their first child was born, returned to New York shortly before the game and scored 9 points with 10 rebounds.
"What I told the guys was it was a good team win," said Heat coach Erik Spoelstra, whose players had their struggles.
Wade got off to a slow start, and James was hindered by foul trouble in the third quarter.
"Coaches like those kinds of wins, when you're not necessarily playing well," Spoelstra said. "Some periods of the game were ugly.
"You like to see your team show some resiliency, some toughness, some resolve to dig back into it."
Carmelo Anthony led the Knicks with 22 points and eight rebounds while Tyson Chandler, named this week as the NBA's Defensive Player of the Year, recorded a "double-double" with 10 points and 15 rebounds for the Knicks.
However, New York shot shot just 31.9 percent from the field and suffered an NBA record 13th consecutive playoff defeat.
The previous record was 12 by the Memphis Grizzlies from 2004 to 2006. The Knicks haven't won a playoff game since 2001.
"Offensively, we just didn't have it," Knicks coach Mike Woodson said. "We were so stagnant. Their defense was awfully good.
"We've just got to go back to the drawing board and get ready for Sunday," Woodson added.
The Knicks were without power forward Amare Stoudemire, who lacerated his left hand after punching the glass case of a fire-extinguisher in frustration after New York dropped game two of the series in Miami.
The Knicks were already without point guard Jeremy Lin, sidelined by knee surgery late in the regular season, and lost rookie Iman Shumpert to a torn knee ligament in a 33-point blowout loss in game one of this series.
Stoudemire was listed as doubtful for the do-or-die game four on Sunday, but has said he hopes to play.
Two Eastern Conference contests are on Friday's slate, as the Philadelphia 76ers host the Chicago Bulls and the Boston Celtics host the Atlanta Hawks.
Both of those series are knotted at one game apiece.
Ex-NFL star's death confirmed a suicide
Seau, a hugely popular NFL veteran, was found wounded at his beachfront home north of San Diego on Wednesday by his girlfriend, who notified authorities.
Emergency crews were unable to revive him and he was pronounced dead at the scene.
Although he left no suicide note, the county medical examiner's office said Thursday that an autopsy confirmed suspicions that he had taken his own life.
The precise time of his death was unclear, county spokeswoman Sarah Gordon said.
Deputy Medical Examiner Craig Nelson performed the autopsy, including an examination of the body and organs and collection of "appropriate specimens for laboratory studies including toxicology and microscopic examination of organs and tissues," the medical examiner's office said in a statement.
Gordon added that the medical examiner will await the Seau family's decision on whether to examine Seau's brain for evidence of repetitive trauma possibly suffered during his NFL career.
Although friends and family said they had no indication Seau was depressed, speculation immediately arose as to whether Seau was battling depression that recent research has linked to multiple concussions suffered by NFL players and other sportsmen.
Sports Illustrated reported that researchers at Boston University, a leader in the study of brain injury, have asked to examine Seau's brain, although the university did not confirm the report.
Seau was not known to have suffered concussions during his playing career, but his ex-wife, Gina, told ESPN: "Of course he had. He always bounced back and kept on playing. He's a warrior. That didn't stop him. I don't know what football player hasn't. It's not ballet. It's part of the game."
In 2009, the NFL adopted stricter guidelines on treating concussions in the league after Congress held a hearing on the topic.
The issue was in the spotlight again last year when former Chicago Bears safety Dave Duerson, a two-time Super Bowl champion, fatally shot himself in the chest, leaving a suicide note asking that his brain be donated for scientific study.
A researcher at the Center for the Study of Traumatic Encephalopathy concluded Duerson, who was 50 when he died, had brain damage related to repeated head trauma.
The CSTE, which is a joint venture between Boston University Medical School and the Sports Legacy Institute, has a brain bank that has the brains of more than 70 athletes and military veterans, with gridiron players making up more than half of the athletes as of last year.
Wife of former Minn. Viking guilty in hit-and-run
Amy Senser was convicted of leaving the scene of an accident and failure to promptly report an accident, both criminal vehicular homicide charges, in the August death of Anousone Phanthavong. She was acquitted of a third felony charge of gross negligence. She was also convicted of misdemeanor careless driving.
Senser, 45, of Edina, showed little emotion as the verdicts were read, staring straight ahead. It was jurors who looked tense at the conclusion of the highly publicized trial, with one crying and dabbing at tears with a handkerchief. Later, after the judge dismissed the jury, Joe Senser stood behind his wife and rubbed her shoulders, trying to comfort her as she sniffled and wiped away tears.
Senser was to remain free until sentencing July 9. Each felony count was punishable by up to 10 years in prison, but sentencing guidelines suggested four years. The misdemeanor carried a potential sentence of up to 90 days in jail.
Her lead attorney, Eric Nelson, vowed an appeal. He said Senser was in shock.
"She has insisted that she didn't see him. She wants the world to believe that's the truth." Senser, he said, "is not the type of person who would knowingly leave a man on the road to die."
But Hennepin County Attorney Mike Freeman said the convictions were warranted.
"I think if you're driving a car and you have an accident, the state Legislature and all the rest of us believe you have a duty to stop. That clearly is something that Mrs. Senser did not do," Freeman said. "And you have a duty to report that accident."
A niece of Phanthavong's, Souksavanh Phanthavong, thanked the jury. She called her uncle "a good person. There could've been a lot to him."
The case was one of Minnesota's most closely watched criminal trials in years, with overtones of a cover-up and a defendant married to a well-known figure in the state. Senser's husband, Joe Senser, was a tight end for the Vikings in the early 1980s and has remained visible as a game commentator and as owner of a string of restaurants in his name.
Phanthavong, 38, was a chef at a Thai restaurant near the site of the accident. His car had run out of gas and he had pulled to the side of the highway exit ramp. He was filling the car's tank when he was hit. Parts of a Mercedes were found at the scene, and authorities sought the public's help in finding the driver.
Nearly 24 hours later, attorney Eric Nelson called authorities to tell them they could pick up the vehicle involved at the Sensers'. Despite giving up the vehicle, the Sensers didn't talk to police, fueling speculation about who was driving and whether alcohol was involved.
It was more than a week later that Amy Senser admitted she was driving.
One of the jurors said Thursday evening that the case was difficult because it came down to circumstantial evidence, but that jurors had decided not to deadlock.
"It was just a very challenging case for us to come to a consensus," Jameson "Jay" Larson told The Associated Press. "We believed the answer was in the jury room."
Larson said the jury of seven men and five women spent most of Thursday trying to determine whether Amy Senser knew she had hit a person before convicting her on the failing-to-stop charge.
"It was very, very emotional," Larson said, adding that he and his fellow jurors went through her testimony and reviewed evidence, including phone records.
At trial, her stepdaughter Brittani testified that Amy Senser only came forward after Brittani — angry that some people had speculated she was the driver — threatened to go to authorities.
Amy Senser testified that the night of the crash, she went to meet her daughters and their friends at a Katy Perry concert at St. Paul's Xcel Energy Center, and had part of a glass of wine at a nearby restaurant before going inside. After about 90 minutes, suffering from a headache, she left, intending to have her husband pick up the girls.
As she was driving home, she changed her mind and decided to return to St. Paul. Shortly after turning onto a freeway exit ramp in a construction area in Minneapolis, Senser said she felt a jolt at the front of her Mercedes-Benz SUV. She said she was looking to the left at the time, and thought she had hit an orange construction barrel or a pothole.
It wasn't until the next day, when her husband called her outside to look at the car and the couple saw news reports about Phanthavong's death, that the couple called an attorney. On the stand, she wept as she said she was still struggling to accept the fact that she had hit him.
Prosecutor Deborah Russell said in closing arguments that Senser had to have known, and questioned whether Joe Senser himself believed his wife. She reminded the jury of numerous texts Senser had deleted from her cellphone from the night of the crash and the next day.
Phanthavong's family members have filed a wrongful death lawsuit against the Sensers seeking more than $50,000 in damages.
Senser played four years with the Vikings before a knee injury ended his career. He co-owns Joe Senser's Restaurant and Sports Theater, a Minneapolis-St. Paul-area restaurant chain.
___
Jeff Baenen contributed to this report from Minneapolis.
Yanks' Rivera carted off after twisting knee in BP
Baseball's career saves leader was hurt about an hour before the Yankees' game at Kansas City. Rivera was examined by Royals associate physician Dr. Joe Noland and Yankees trainers, and was sent immediately for an MRI exam at KU MedWest.
Rivera was tracking down a ball hit by Jayson Nix in deep center field when his right knee appeared to buckle a step before the wall. He fell to the warning track and immediately grabbed at his right knee, briefly covering his face with his glove and grimacing in pain.
Bullpen coach Mike Harkey was near Rivera when he went down, and he was the first to whistle for help. Manager Joe Girardi was watching batting practice from behind home plate and started running down, cutting across the outfield to get to his closer.
Near home plate, teammate Alex Rodriguez could be seen saying, "Oh, my God. Oh, my God."
Harkey and Girardi helped to carry Rivera to the cart, gently setting him into the back with his knee propped up. The cart rounded the warning track before disappearing up a tunnel.
The 42-year-old Rivera regularly catches balls during batting practice as a way to keep in shape, and has jokingly said he'd like to play in the outfield before he retires.
He's dealt with inflammation in his right knee in the past.
Rivera (1-1) blew the save on opening day, but he's only allowed two hits in eight scoreless innings since then, picking up five of his 608 career saves.
The remarkably durable reliever hinted during spring training that this could be his final year in the major leagues, but also said that he won't announce his long-term plans until after the season. His last trip to the disabled list came in 2003, when he had a groin strain.
Rivera hasn't shown any effects of age, either. He's made at least 60 appearances each of the last nine seasons, setting a standard for bullpen excellence that may never be touched.
He appeared in 64 games last season, and his 1.91 ERA was among the best of his 18-year major league career. Rivera wound up saving 44 games, tied for his most since the 2004 season.
Ponikarovsky scores in OT to give Devils 4-3 win
Patrik Elias, Ilya Kovalchuk and Zach Parise also scored for the Devils, who killed off two penalties in overtime before Ponikarovsky came through with his first goal of the postseason on a backhander that sneaked past Ilya Bryzgalov on his left side.
"I didn't have time to celebrate because everyone jumped on me right away, but I had a great time in the pile," said Ponikarovsky, whose goal was set up by a wonderful pass from Kovalchuk that forged a 2-on-1 break into the zone.
Martin Brodeur made 25 saves for New Jersey, which will look to take a 3-1 lead in the best-of-7 series here Sunday.
Kovalchuk, who missed Game 2 with a lower body injury, also had two assists in his return with none more important than his pass that caught the Flyers on a bad change.
"You feel pressure," Kovalchuk said after watching the Devils win Game 2 while he nursed a back injury. "The guys played so well, and you don't want to get back in the lineup because you just want to play."
Kovalchuk more than showed he was ready, though.
Danny Briere, Matt Carle and Brayden Schenn tallied for the Flyers. Bryzgalov had 27 saves.
"We're down 2-1, the pressure is on us," Flyers forward Claude Giroux said. "There is no guy on this team that is going to quit. It's going to be a wake-up call.
"We have a good series now."
Schenn nearly won the game eight minutes into overtime with a deflection in front and then the Devils' penalty kill did an outstanding job after a controversial boarding call against Dainius Zubrus with 11:37 left in the overtime and a delay-of-game penalty against Bryce Salvador. New Jersey had problems with its short-handed lines in Round 1 vs. Florida, but the unit that was ranked No. 1 in the regular season appears to have regained its form.
"I think the power play won us a lot of games this year and tonight wasn't the case," Giroux said. "We have to do a better job."
The power play is actually killing the Flyers, who are 2-for-16 in this series after going 12-for-23 against the Penguins.
The Devils seemed on the verge of a 3-2 win early in the third when Parise rammed a puck into the net from in close after Elias won a loose puck behind the net and found the Devils' captain all alone at the right goal post.
Kovalchuk came within inches of making it a two-goal lead minutes later when he had a shot hit off the crossbar as Bryzgalov looked behind him.
Philadelphia tied the game on somewhat of a gift from Brodeur. The Devils' 39-year-old goaltender could not control a weak shot from the outside of the left faceoff circle by James van Riemsdyk, and Briere chipped the rebound over his pads. He has scored goals in five of the Flyers' nine playoff games.
The first two periods were distinct with the Devils dominating the final 11 minutes of the opening session and the Flyers having the upper hand for most of the second.
Carle tied the game at 2-2 at 4:44 of the second with a blast from the top of the left circle that was set up by Jakub Voracek. The forward took a pass along the right boards, skated around the net and found an unguarded Carle coming in from the point for a shot that whizzed by Brodeur.
The goal came minutes after Bryzgalov stopped Adam Henrique on a breakaway to prevent New Jersey from taking a 3-1 lead.
After falling behind 1-0 early, the Devils outshot Philadelphia 10-3 and grabbed the lead when Elias and Kovalchuk tallied in a 20-second span, the fastest two postseason goals in franchise history.
Kovalchuk, the Devils' leading scorer in the regular season, missed Game 2 with a lower body injury. However, he had his legs in the opening period and it paid off for New Jersey.
With Braydon Coburn off for tripping, Elias tied the score with a shot from the right circle that went off Bryzgalov's glove. Kovalchuk snared the secondary assist on the play, sending a pass from the left point to defenseman Marek Zidlicky, who slid it to Elias.
Kovalchuk's goal came on a quick counterattack in which he came late down the middle, took a pass from Travis Zajac and wristed a shot past the Flyers' goalie. The Russian, who had never been part of a winning team in an NHL series until this year's first round vs. the Panthers, pumped his fists and celebrated his fourth goal.
And there was more to celebrate after Parise's go-ahead goal stood.
Schenn had put the Flyers ahead with a power-play goal 6:08 after the opening faceoff. Briere set up Schenn's third postseason goal with a pass from along the goal line that found Schenn low in the left circle. His shot beat Brodeur to the short side.
The Devils have now won three of four overtime contests this postseason, including Games 6 and 7 vs. Florida, when facing elimination. Meanwhile, dating back to their first-round win over Pittsburgh, Philadelphia has now lost consecutive road games.
NOTES: The Flyers didn't make any lineup changes. The Devils did. With Kovalchuk returning, New Jersey sat defenseman Peter Harrold, who had played in all nine previous playoff games. ... The old Devils' record for two fastest playoff goals was 26 seconds by Petr Sykora and Bobby Holik on May 14, 2000 at Philadelphia in the Eastern Conference Finals. That Devils team won the Stanley Cup. ... Flyers C Sean Couturier sustained a lower-body injury in the first period and did not return. ... The crowd of 17,625 was a sellout. ... Devils rookie defenseman Adam Larsson, 19, who scored in his playoff debut in Game 2, remained in the lineup. ... Brodeur will turn 40 on Sunday, in time for Game 4.
Seau's friends didn't see any warning signs
"This is not anything I thought he would ever do," former San Diego Chargers safety Miles McPherson said.
Like many of Seau's friends, McPherson was still trying to comprehend the death of the former star NFL linebacker the day after his body was found inside his home in suburban Oceanside with a self-inflicted gunshot wound to the chest. The San Diego County medical examiner ruled the death a suicide on Thursday.
"Junior is a warrior. He played 20 years in the NFL as a linebacker. You have to be a warrior. Warriors conquer problems they face and they run at them," McPherson said Thursday.
McPherson, now the pastor at the Rock Church in San Diego, said that's why Seau's death is so puzzling.
Seau's ex-wife, Gina, told The Associated Press that while Seau sustained concussions during his playing career, she had no idea if they somehow contributed to his death.
McPherson also said he didn't know if concussions would have contributed to the death of Seau, who was known for his ferocious tackles followed by celebratory fist pumps.
"There is no football player — maybe a punter — that has not had multiple concussions, I would guess," McPherson said.
Longtime Chargers chaplain Shawn Mitchell said he wasn't aware of any major issues that would lead Seau to take his life, including any difficulties making the transition from the playing field to retirement. Seau played his first 13 seasons with the Chargers before moving on to the Miami Dolphins and then the New England Patriots.
He helped lead San Diego to its only Super Bowl, after the 1994 season; was voted to a Chargers-record 12 straight Pro Bowls; and was a six-time All-Pro selection.
Mitchell said many players struggle once they leave the game.
"Junior was quite the opposite," said Mitchell, the pastor at New Venture Christian Fellowship in Oceanside. "Junior was one of the few guys with face recognition and first-name recognition across the nation. I'm almost amazed when people say he was torn up and missing the limelight. Golly, for a guy not in the league, the guy was doing contracts and he had a series on TV. He was such an icon and he had three cities, San Diego, New England and Miami, which loved the guy. I haven't seen in Junior what I see in hundreds of players, and that is a sense of great loss."
For a time, Seau hosted a reality show called "Sports Jobs with Junior Seau." He also continued to run his restaurant in Mission Valley, which has been open since the mid-1990s.
"Again, I'm not trying to paint a picture of everything being rosy. Junior, just like us, had feet of clay. There was absolutely nothing out of the ordinary and I don't think he missed totally being out of game," Mitchell said.
In October 2010, Seau survived a 100-foot plunge down a seaside cliff in his SUV, hours after he was arrested for investigation of domestic violence at the Oceanside home he shared with his girlfriend. The woman had told authorities that Seau assaulted her during an argument.
There was no evidence of drugs or alcohol involved in the crash and Seau told authorities he fell asleep while driving. He sustained minor injuries.
McPherson said the only issue he was aware of was "the normal struggling with retirement issues, but nothing I thought would ever come to this."
McPherson painted a picture of what it could be like for a player of Seau's caliber once his playing career ended.
"When you grow up an athlete and you live in a world that praises you all the time as you go from high school to college, college to the pros, the decibel volume, the number of people, the frequency of praise that comes your way, increases," said McPherson, who was with the Chargers from 1982-85. "By the time you get to play 20 years in the NFL, in 12 consecutive Pro Bowls, and all that comes with that, you're living in fantasyland.
"All that one day stops. But your body, mind and heart are conditioned to such a high level of excitement, adrenaline rush, challenge, and then you're like taken off the drug, cold turkey. A lot of guys, women as well, celebrities, who live in a bubble, have a hard time living with normal life. Unless they can emotionally and spiritually handle the letdown and transition to something that will satisfy them, even though it will never bring the adrenaline rush their career did, they're somewhat at a loss."
McPherson knew the 43-year-old Seau was busy in his post-playing days. "I also know he was a very charismatic guy and the limelight that shone on him was very bright. Even though he was busy, it could never match what he had."
Seau was described as upbeat and invincible.
A few weeks ago, a smiling Seau was videotaped playing a ukuelele and singing while attending the spring game at Southern California, where he starred before being drafted by the Chargers in 1990.
Mitchell said that friends of Seau's who were at his charity golf tournament a month ago said his "spirits were great."
During emotional remarks to reporters on Wednesday, Seau's mother, Luisa, said her son gave no indication of a problem when she spoke to him by phone earlier this week.
"He's joking to me, he called me a 'homegirl,'" she said.
Seau purchased his Oceanside home for $3.2 million in August 2005, near the peak of the housing boom in San Diego. Sharon Ferguson, assistant division chief in the San Diego County assessor's office, said there were no liens against his property.
If Seau was having trouble with something, he didn't let anyone know. Police said no suicide note was found.
Mitchell and McPherson wish Seau had reached out to somebody.
"I'm sorry to say, Superman is dead. All of us can appear to be super, but all of us need to reach out and find support when we're hurting," Mitchell said. "This super person, this wonderful human being, this extraordinary athlete and man, if someone so invincible like Junior could end his life this way, it should be a message to all of us all going through hurt and travails, that we all need each other. If somebody's hurting, please talk to somebody. Get help."
Further autopsy details, including results of toxicology tests, will be released in a final investigative report, which may take up to 90 days to complete.
The medical examiner's office said it was awaiting a decision by the family on whether to turn over Seau's brain to unidentified outside researchers for study.
Boston University's Center for the Study of Traumatic Encephalopathy has analyzed the brains of dozens of former athletes, including that of former Chicago player Dave Duerson, who shot himself in the chest last year.
While saying it was saddened by Seau's death, center officials would not say if they have reached out to the Seau family or would be interested in studying his brain.
Duerson's family has filed a wrongful death suit against the NFL, claiming the league didn't do enough to prevent or treat concussions that severely damaged Duerson's brain before he died in in February 2011.
Former Atlanta Falcons safety Ray Easterling, who had joined in a concussion-related lawsuit against the league — one of dozens filed in the last year — shot himself last month at age 62. His wife has said he suffered from depression and dementia after taking years of hits.
Seau is not known to have been a plaintiff in the concussion litigation.
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AP Sports Writer Jimmy Golen in Boston contributed to this report.
NFL star Seau's family considers brain study
Seau, a 12-time Pro Bowl (all-star game) selection who played for 20 years in the National Football League, was found unconscious at his home by his girlfriend on Wednesday with a gunshot wound to the chest and a revolver nearby, police said.
An autopsy conducted by the San Diego Medical Examiner's Office confirmed Seau killed himself. But the coroner's office was awaiting family permission for outside researchers to examine the brain of the longtime San Diego Chargers star for damage from repeated head injuries.
Seau's death at age 43 comes at a time of heightened scrutiny of the effects of repeated blows to the head in football, and the potential for such injuries to contribute to depression and long-term health problems in players.
The Seau family's pastor, Shawn Mitchell, a former chaplain for the Chargers, said Seau likely suffered concussions during his long football career.
"He would go in head-first," Mitchell said of Seau, who lived in Oceanside, just north of San Diego.
After meeting with Seau's family, Mitchell told Reuters in a phone interview family members were "considering" having his brain studied for evidence of injuries.
The pastor made his comment in response to a question about the possibility of sending the brain to Boston University, which has a high-profile center that conducts research on the long-term effects of repetitive brain trauma. The center has examined the brains of other former NFL players.
Robert Boland, associate professor of sports management at New York University, said the fact that Seau was found to have shot himself in the chest may be significant, given that retired football player Dave Duerson did the same thing last year, and left a note asking that his brain be studied.
"I think that was a lot of people's first thought, and it was mine," Boland said. "My sense would be that because Duerson did that as well, it preserved their brains for study."
Experts said a standard autopsy would not reveal evidence of permanent brain injuries from concussions, and the San Diego medical examiner's office said it did not conduct such studies.
Seau was not widely known to have suffered from concussions, but experts said he probably did. "It'd be hard to believe a linebacker would escape concussions," Boland said.
The brain damage caused by concussions has the formal name "chronic traumatic encephalitis." It is known outside the doctor's office as boxer's dementia.
SUING THE LEAGUE
Over 1,500 former football players have sued the NFL over head injuries. On Thursday, 100 other retired players filed a lawsuit against the league on the same grounds in federal court in Atlanta.
The league disputes the claims in the suits, which accuse it of concealing links between football and brain injuries.
"Any allegation that the NFL intentionally sought to mislead players has no merit," league spokesman Greg Aiello said in a statement. "It stands in contrast to the league's actions to better protect players and advance the science and medical understanding of the management and treatment of concussions."
The league has focused in recent seasons on health and safety issues. It has cracked down on hits to the head, and stiffened rules that bar players from using their helmets as a weapon through head-first contact, which is subject to fines and suspension for repeat offenders.
Seau's death was at least the third suicide by a former NFL player since February 2011. That is when Duerson, the former Chicago Bears defensive back, killed himself and left a note asking for a posthumous brain examination.
Less than a month ago, former Atlanta Falcons safety Ray Easterling shot himself to death at age 62.
Easterling, a plaintiff in one of the suits against the NFL, had been diagnosed with dementia, and his wife said after his death she wanted the league to "take responsibility."
An account in the New York Times posted online on Thursday said that in recent years Easterling would get lost jogging and blurt out offensive remarks. "I didn't feel like I was with the person that I married," his wife Mary Ann told the paper.
Ray Ellis, 53, a former player with the Philadelphia Eagles and Cleveland Browns, told Reuters he believed Seau's death would contribute to a sense of urgency regarding players and brain injuries. "There needs to be research done," he said.
Neurologists are mystified as to why a mechanical injury like a concussion, in which the brain is slammed around against the skull, should cause the biochemical change that has been observed in research. Studies conducted to date have shown that repeated concussions can alter the brain's receptors.
"One result can be post-traumatic depression," said David Hovda, professor of neurosurgery and director of the Brain Injury Research Center at the University of California, Los Angeles.
Seau, who played for the Miami Dolphins and New England Patriots after leaving the Chargers, retired after the 2009 season.
Seau's family plans a memorial service at a church in Oceanside on May 11, Mitchell said. That will be followed the next day by a ceremony at Oceanside High School, where Seau attended classes and played football.
(Additional reporting by Sharon Begley, Dan Trotta and Steve Ginsburg: Writing by Alex Dobuzinskis; Editing by Cynthia Johnston and Todd Eastham)
Miami Heat: LeBron James NBA Royalty?
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