Grandmaster Paul




Genauso hatten sie es sich vorgestellt. Die Los Angeles Clippers, als sie im Dezember jenen spektakulären und viel beachteten Trade mit den New Orleans Hornets einfädelten, der ihnen Chris Paul in den Schoss legte. Legendäre Abende im Mai, ausverkaufte Ränge in Rot, die ganz grosse Playoff-Bühne, inklusive „Money Shots” und grossen Siegen für die Ewigkeit. Und alles dank eines Mannes, der mit seinem transzendenten Spiel nicht nur die peinlichste Franchise der NBA-Geschichte transformiert, sondern nebenbei die NBA-Geschichtsbücher neu schreibt.

Der All-Star Point Guard war auch gestern wieder der kleine, aber feine Unterschied zwischen Sieg und Niederlage, zwischen dem dunklen Fluch der Vergangenheit und glanzvollen Taten im Hier und Jetzt. Paul erzielte acht seiner insgesamt 27 Punkte in der Verlängerung und führte seine Farben zum potentiell vorentscheidenden 101-97 Sieg gegen die Memphis Grizzlies. Los Angeles führt in der Best of Seven Serie nun mit 3-1 und kann bereits am Mittwoch den Einzug ins Conference Halbfinale klar machen. Es wäre erst der zweite Serienerfolg in den Playoffs überhaupt, seitdem die Franchise 1978 nach Kalifornien umsiedelte.

„Die Vergangenheit interessiert mich nicht“, sagt Chris Paul immer zu seiner Situation in L.A., wo er sich seit dem allerersten Tag pudelwohl fühlt. „Ohne arrogant zu klingen, aber ich glaube an mich. Und ich kann nur nach dem gehen, was passiert ist, seitdem ich hier bin. Hier herrschte vom allerersten Tag an eine familiäre Atmosphäre. Ich liebe es hier.“ Die Clippers, sie lieben es auch. Seitdem Paul freiwillig seinem Trade zum einst verschmähten Club zustimmte, wo früher kein Profi freiwillig hin wechseln wollte, hat sich das Schicksal für sie vollkommen gewendet. Erst kam Chauncey Billups, den Paul am Telefon überredete. Der wiederum überzeugte Kenyon Martin, den besten Verteidiger im Team. Auch Reboundspezialist Reggie Evans kam aus freien Stücken. Und so füllte sich der Playoff-Kader eines Teams, das die beste Saison der Franchise-Geschichte spielte (.606 Siegesquote) und nun drauf und dran ist, unter den besten vier Mannschaften im Westen zu landen. Zusammen mit San Antonio, Oklahoma City und den...

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