Season Preview: Utah Jazz


Zugänge: Enes Kanter, Josh Howard, Jamaal Tinsley, Alec Burks
Abgänge: Mehmet Okur
Head Coach: Jerry Sloan Ty Corbin (8-20)

Letzte Saison brachte für den Utah Jazz zahlreiche, einschneidende Veränderungen mit sich. Nach dem Beef zwischen All-Star Guard Deron Williams und Head Coach Jerry Sloan brachen alle Dämme. Sloan kündigte nach gefühlt 250 Jahren an Utah's Seitenlinie mit sofortiger Wirkung seinen Trainerposten, und D-Will fand sich nur wenige Tage später in New Jersey wieder, wohin er im Tausch für Devin Harris, Derrick Favors und mehrere Erstrundenpicks getradet wurde. Ty Corbin übernahm die Zügel eines Teams, das nach Jahrzehnten der Franchise-Stabilität nun vor der alles entscheidenden Frage steht: Wer sind wir, und wohin soll die Reise gehen? Das muss General Manager Kevin O'Connor abwägen, eine klare Richtung ist aber (noch) nicht erkennbar. Der Jazz verfügt mit Favors (20), Gordon Hayward (21) und den frisch gedrafteten Enes Kanter (19) und Alec Burks (20) über vier vielversprechende Kids fürs Rebuilding. Dem Neuaufbau stehen aber solide Veteranen wie Al Jefferson, Paul Millsap, CJ Miles und Devin Harris im Wege, die den Youngstern die Minuten und Wiederholungen wegnehmen. Auf einigen Positionen (SG, PF/C) ist Utah überrepräsentiert, auf anderen dagegen (SF, PG) viel zu dünn besetzt.

Best Case Szenario: Idealerweise setzt O'Connor genau bei diesen personellen Disbalancen an und macht in den nächsten Monaten ein paar clevere Moves. Wenn man an Favors und Kanter wirklich glaubt, dann muss man diesem Frontcourt der Zukunft Spielpraxis einräumen. Einen überbezahlten 20/10 Center wie Jefferson kann sich ein Small-Market Team wie Utah nicht leisten, wenn es um Lotteriebällchen spielt. Einen Small Forward (Kirilenko kommt nicht wieder) sowie einen Backup Point Guard hat diese Mannschaft dringender nötig. Unabhängig davon muss der Trainerstab für den letztjährigen Rookie Gordon Hayward Spielzeit finden - egal wie, egal wo. Das Bleichgesicht bewies gegen Ende der letzten Saison, dass er mit Starterminuten durchaus etwas anzufangen weiss, scorte 16.4 PPG im April und drängte sich für einen Platz in der ersten Fünf auf. Der talentlose Veteran Raja Bell wird Hayward nicht mehr lange auf Distanz halten können.

Realistisch: der Jazz wird wohl auch in dieser Saison zunächst seinen angestammten Jefferson/Millsap Frontcourt ins Rennen schicken. Wenngleich offensiv nicht schlecht, und in der Addition auch durchaus passabel, hat dieses Duo schon zu oft bewiesen, dass es einem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken kann. Der Jazz rangierte bei der Verteidigungsarbeit im unteren Liga-Drittel und im Defensiv-Rebounding sogar auf Platz 28. Obwohl Favors hier überall helfen könnte, wird man den Youngster weiterhin bevormunden und nur langsam ans NBA-Spiel heran führen. Der Club hofft, dank eines jungen Rosters den Gegnern davon laufen und um die Playoffs mitspielen zu können. Leider übersieht die Führungsetage dabei, dass alle Anzeichen auf Umbruch stehen und verpasst so goldene Momente, weiteres junges Talent via Trade anzuhäufen. Utah landet in der Western Conference unter den letzten Vier.


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